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Erst besonnen, dann begonnen!

ARBEITEN MIT SELBSTSTÄNDIGEN: ERST BESONNEN, DANN BEGONNEN!

Der Markt fragt nach mehr Flexibilität und das gilt sicherlich für die Branche, in der wir tätig sind. Die steigende Anzahl Selbstständiger bringt eine Änderung der gesetzlichen Vorschriften mit sich. Eric Wiebes, Staatssekretär im Finanzministerium, hat eine Übersicht veröffentlicht, die Einblick in die Abwicklung von Modellverträgen gibt. Es geht dabei um die Verträge, die das VAR (Bescheinigung des niederländischen Finanzamts über die Art der Beschäftigung) ab 1. Mai 2016 ablösen sollen. Das Ergebnis ist nicht gerade ermutigend: nur 17% der angelieferten Verträge (die die Scheinselbstständigkeit bekämpfen sollen) überstehen die Prüfung der niederländischen Steuerbehörden. Konkret: das ist weniger als ein Fünftel.

NAMEN UND RÜCKENNUMMERN

Seit dem 1. Mai ersetzt das Wet deregulering beoordeling arbeidsrelatie (DBA, Gesetz zur Deregulierung der Beurteilung der Arbeitsbeziehungen) das VAR (Verklaring Arbeidsrelatie). Die Steuerbehörde hat über 4.481 Anträge erhalten, die zum größten Teil abgelehnt wurden, da die so genannte Unternehmerschaft tatsächlich eher einer Arbeitsbeziehung glich. Grundsätzlich hat die Einführung des DBA nichts an der Art geändert, in der Arbeitsbeziehungen beurteilt werden. Was sich allerdings signifikant geändert hat, ist die Tatsache, dass Auftraggeber seit dem 1. Mai sowohl mit-verantwortlich als auch mit-haftbar geworden sind. Und das ist keine Kleinigkeit. Auch nicht im finanziellen Sinn, wenn es einmal schiefgehen sollte.

DIE MORAL VON DER GESCHICHTE

Kurz und gut: Stellen Sie sicher, dass Sie mit einem professionellen Partner zusammenarbeiten, der die gesetzlichen Vorschriften für die Arbeit mit Selbstständigen ohne Personal kennt. Und zwar nicht vage und irgendwie, sondern ganz genau. Schließlich sind die Risiken groß, nicht nur für den Selbstständigen. Wir wiederholen es noch einmal: auch für Auftraggeber kann es ein teurer ҅Spaß' werden. Möglicherweise gibt es noch eine Übergangsperiode bis zum 1. Mai des nächsten Jahres. Aber: Die Zeit verfliegt, auch wenn man keinen Spaß hat.

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